Kretapfötchen
Hilfe für Samtpfoten




Kathie und Brians Kit - Kits Sanctuary

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Als wir das erste Mal zu Kathie und Brian kamen, hatten wir eine frisch operierte Katze im Gepäck, die von Jayne zurück zu den beiden gebracht werden sollte.

Kommt man bei Kathie und Brian an findet man sich zuerst in einem wunderschönen Anwesen über der Südküste oberhalb von Plakias wieder. Auf den ersten Blick sieht es dort aus wie in einer wunderschönen Urlaubsoase, die sich zwei Menschen aufgebaut haben.

Was sich dann aber hinter dem Wohnhaus auftut, ist für mein Katzenherz kaum in Worte zu fassen. Wenn es auf dieser Welt eine Katzenlady gibt - dann ist dies Kathie. Alles an ihr und in ihrem Haus ist auf ihre Liebe zu den Tigern ausgerichtet - sogar ihr Schmuck (Katzen :-)). 

Aber noch viel beeindruckender sind die Gebäude, die man dann erkennt. Kathie und Brian haben in jahrelanger Arbeit eine Art "Katzenpflegeparadies" aufgebaut. Es erinnert in manchen Bereichen an ein Tierheim - gerade da wo die kranken Katzen wohnen, die Ruhe brauchen, hat jede Samtpfote ihr eigenes Reich. Darüber hinaus gibt es offene Gehege, in denen sich in einem wunderschönen Garten Katzengruppen befinden, die dort ihren Alterswohnsitz haben oder zu krank sind, um auf der Straße überleben zu können.

Momentan beherbergen Kathie und Brian rund 80 Katzen, die von ihnen liebevoll gepflegt und versorgt werden - medizinisch wie mit Futter und Liebe.

Läuft man mit Kathie durch da Areal kann sie zu jedem ihrer Schützlinge eine Geschichte erzählen, kennt alle Namen und Eigenheiten. Die Liebe mit denen sie die Katzen beschreibt und behandelt, ist außergewöhnlich.

Wir sind unendlich dankbar, Kathie und Brian persönlich kennengelernt zu haben. Es ist außergwöhnlich, diese beiden Menschen zu treffen.... In ihrer Liebe und ihrem Engagement sind sie ein Vorbild für jeden Tierliebhaber.

Kathie und Brian arbeiten  mit vielen Tierschützern vor Ort zusammen und helfen auch Cretan - Cat - a - List und anderen Tierschutzvereinen immer wieder, wenn es nötig ist.

Inzwischen besuchen wir Kathie und Brian jedes Jahr, wenn wir auf Kreta sind.


Janina Frey


Ein Besuch auf Kreta oder die Frage wo kommen eigentlich unsere Katzen her ?

Nach dem Tod unsere beiden Miezen Paul und Leonie verfiel unser Katerchen Sam in tiefe Trauer und unser Balu konnte diese auch nicht lindern. Daher kamen wir auf vielen Umwegen zu den Kretapfötchen wo ein Bild vom kleinen blinden Tommy unser Herz erwärmte. Er sollte der neue Freund von Sam werden ! Gesagt, getan, die Reise von Tommy wurde angeleiert…

Da saß nun aber auch noch sein Bruder Olli, mit dem er ja zusammen in einer Mülltonne gefunden wurde, auf Kreta. Was also tun ? Wir entschieden uns dazu Olli in Pflege zu nehmen und in von hier aus zu vermitteln. Es kam was bei Pflegestellenversagern kommen musste… nach ein paar Tagen war uns klar das man die Brüder nicht mehr trennen kann, also.. Olli bleibt auch ! Die Truppe schien komplett, aber durch den stetigen Kontakt zwischen Kathie und meiner Frau Moni sahen wir ein Bild von Katerchen Willy.

Der arme Kerl wurde krank und mit kaputten Augen vor einem Hotel in Rethymno gefunden und kam zu Kathie. Seine Augen wurden entfernt und der kleine, schwarze und blinde Mann wurde von Kathie und Brian aufgenommen und versorgt. Den Rest kann man sich denken..er ist mittlerweile auch bei uns gelandet und mischt mit dem Rest der Rasselbande unsere Bude auf !

Irgendwann wollten wir dann auch mal sehen wo die Miezen eigentlich herkommen und flogen für fünf Tage nach Plakias.

Dort lernten wir dann Kathie und Brian persönlich kennen und wir waren überwältigt wie viel Arbeit, Liebe und Herzblut die beiden in die teilweise wirklich armen Kreaturen investieren. Es waren viel zu kurze und auf jede erdenkliche Weise beeindruckende Tage. Wir hörten Geschichten von den zu der Zeit 125 ! Katzen die bei den beiden leben. Viele mit Happy-End aber leider auch sehr traurige..

Einen Tag vor unserem Rückflug wurde den beiden eine alte und blinde Katze gebracht. Sie wurde wohl vergiftet oder hatte etwas giftiges gefressen, so genau wusste es keiner. Wir nannten sie “Brave”, weil sie so tapfer gegen ihr Schicksal ankämpfte. Sie bekam die ganze Nacht Infusionen und die beiden kümmerten sich aufopferungsvoll um das arme Mädchen. Sie lag in ihrem Körbchen und ich streichelte sie eine ganze Weile, dann kam Katie und erklärte mir das Brave es nicht schaffen würde. Die nächsten Minuten brauchte ich dann für mich allein, ich ließ meinen Tränen einfach freien Lauf… Brave ist am nächsten Morgen verstorben…

Mich hat das zutiefst berührt und ich hatte danach noch mehr Hochachtung vor der Arbeit von Kathie und Brian.

Kathie nahm mich dann beiseite und zeigte mir die anderen Schützlinge, die ihr in solchen Momenten die Kraft geben immer wieder weiter zu machen. Die beiden sind einfach nur toll, sie haben uns sofort so aufgenommen als würden wir uns schon ewig kennen und man kann das was sie tun nicht hoch genug wertschätzen. Wir hatten übrigens einen ganzen Koffer voller gesammelter Medikamente und Spenden mit über die sich sehr gefreut wurde. Zum “ Dank “ wurde mir dann ein kleiner Kater namens Charlie auf den Arm gelegt mit den Worten “ Look Charlie that´s your new Daddy “… Drei Augenzwinkern meiner Frau und Kathie weiter kam was unweigerlich passieren muss in so einem Fall. Charlie wird demnächst dann auch noch bei uns einziehen.

In einer Plastiktüte zum Sterben in einen Baum gehängt kommt er nun auf Umwegen zu seinen Landsmännern ins Siegerland !

Ich denke mal das wir dann mit der Aufnahme des vierten kleinen Griechen unseren Teil zum Migrationspakt erfüllt haben... lach !

Aber man weiß ja nie..

Wir werden Kathie und Brian im September 2020 wieder besuchen, mal abwarten was dann passiert !!!

                                                          Morena und Michael Heiden